Sonntag, 9. Dezember 2018

2007

Ein Gästehaus entsteht

Die ersten Amtsgänge und unser Architekt


Als erstes zogen wir erstmal ein, in unser neues Haus. Da das Haupthaus und auch die ehemaligen Kinderzimmer in so desolatem Zustand waren, zogen wir erstmal in den hinteren Teil des Hauses. Dieser Anbau war erst vor ein paar Jahren entstanden, dort hatte der Opa der Familie sein eigenes Reich. Alles war in einem ganz guten Zustand und bewohnbar. Also suchten wir uns dieses für die kommenden Wochen erstmal als Zu Hause aus. Hier würde übrigens einmal das Apartment Bellvue entstehen.
 So sah das damals aus, der Wohnraum im Apartment Bellevue. Hinten links, neben der Treppe war damals noch ein Zugang ins Haupthaus.
 Treppenaufgang ins Schlafzimmer und zur Terrasse.
 Das war unser erstes Bett auf Mauritius. Später sollte es eine Weile im Apartment 'Tropic Garden' stehen, bevor wir es auch hier ersetzten. Aber damals waren wir froh es zu haben.

 Das Badezimmer, weiss, einfach nur weiss... 

Hier also lebten wir erstmal. Wir hatten noch so verschiedene Amtsgänge zu erledigen. Ich hatte immer noch keine Permit für Mauritius. Das nahmen wir als erstes in Angriff. Ich brauchte das Medical Certificate und dann konnten wir den Antrag stellen. 
Da sassen wir dann bei der BOI und wollten meinen Antrag abgeben und die Dame dort schaute leicht irritiert. Dann meinte sie, da würde ja wohl etwas nicht stimmen. Entweder sei dies nicht mein Reisepass oder nicht meine Geburtsurkunde. 
Wie bitte? Natürlich, beides ist meins!!!
Sie zeigte mir beides und wies auf das Geburtsdatum. Tatsächlich, auf der englischen Geburtsurkunde, die in Köln vom Ordnungsamt ausgestellt worden war, stand ein anderes Jahr, als in meinem Pass. Da war ich plötzlich 3 Jahre jünger. 
Hat man Töne? Ein dt. Amt, dass falsche Papiere ausstellt. Wow! 
Es half nichts, ich brauchte eine neue. Mist! Zum Glück hatte ich meine Original-Geburtsurkunde dabei und konnte diese dann vom dt. Konsulat übersetzen lassen. Tja, war nix mit mal eben 3 Jahre jünger machen (smile). 
Zeitgleich schauten wir uns nach Möbeln um und suchten einen Architekten. Wir wollten renovieren und anbauen und zumindest für den Anbau brauchten wir einen Architekten. Ausserdem waren wir ziemlich ratlos was die Bauarbeiter betraf. 
Damals war es mehr als heute üblich, sich die Arbeiter quasie von der Strasse zu holen und täglich zu bezahlen. Wir hatten natürlich nicht den geringsten Schimmer wie wir dies anstellen sollten. Dies Leute sprachen idR nur Creolisch und mit Ausländern wollten sie oft eh lieber nichts zu tun haben. 
Zum Glück bekamen wir auch hier Hilfe durch Freunde. Eines schönen Tages stand Jean Claude vor unserer Türe. Er seih Architekt und ein Freund, den wir auch gut kannten, hatte ihn geschickt. 
Er sah sich unser Grundstück an, besprach mit uns, was wir uns so vorstellten und versprach in ein paar Tagen mit den ersten Entwürfen wieder zu kommen. Wir waren dann mal gespannt, was da so kommen möge. 

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