Sonntag, 2. Dezember 2018

2007


Ein Gästehaus entsteht


Ankunft auf Mauritius


So, da waren wir also gelandet auf Mauritius, unserer neuen Heimat. 
Bei der Landung mussten wir gleich unseren Kater Charly bei der Immigration abgeben. Zwei Beamte der Quarantäne Station in Reduit warteten bereits auf uns und nahmen ihn gleich in Empfang. 
Eigentlich wollte ich mitfahren, dies war aber nicht erlaubt. Also, beeilten wir uns nach draussen zu kommen, wo ein Freund schon mit unserem Auto, dass Rudi beim letzten Aufenthalt schon gekauft hatte, wartete. Rein ins Auto und mit Vollgas los nach Reduit. Dort angekommen war keine Spur von Charly. Niemand hatte ihn gesehen, also warteten wir und warteten und warteten. Als wir so langsam begannen unsere Geduld zu verlieren, kamen nach fast 2 Stunden die beiden Beamten mit unserem Kater an. Sie konnten die Aufregung gar nicht verstehen, waren total relaxt und Charly saß hinten in seiner Katzenbox und miaute Lautstark vor sich hin. 
Der arme Kerl wusste ja nun wirklich nicht was ihm geschah. Wir durften dann mit ihm in seine Zelle, anders kann man das wirklich nicht beschreiben. Eine 2m x 2m große Zelle mit nackten Betonwänden und Betonfussboden. In einer Ecke eine alte Holzkiste, gefüllt mit Sand. Das war es. 
Wir brachten ihn hinein und das erste was er tat, war die Sandkiste einweihen. Er hatte es wirklich arg nötig. 
Dann fraß er sich den Bauch voll mit dem eigens von uns mitgebrachten Katzenfutter aus Deutschland. Wirklich wahr, wir reisten mit einer ganzen Reisetasche voll mit Katzenfutter und Leckerchen an. Wir wussten das wir dieses Futter auf Mauritius nicht bekommen würden und Charly war extrem eigen mit seinem Katzenfutter. Was uns in den kommenden Jahren noch so manche Anstrengung bescheren und unsere Gäste oft zum schmunzeln bringen sollte. Mussten diese doch allesamt 2-3-4-5 Döschen dieses Futters mitbringen. Hier nochmal ganz, ganz lieben Dank an alle unsere Gäste, die diese für uns immer mitgebracht haben. Es war wirklich immer ein riesen Katzenjammer, wenn uns mal dieses Futter ausging. OmG Katzen können so verdammt stur sein!
Die Sturheit unseres Charlies bekamen wir dann auch gleich volle Kanne zu spüren. Nachdem er sich den Bauch vollgeschlagen hatte, marschierte er in seine Box, so dass nur noch seine Schwanzspitze herausschaute, die hin- und herwippte, und kam dort nicht mehr raus. Wir liessen ihn dann erstmal alleine und fuhren in unser Haus nach Tamarin
Dort angekommen, wartete schon die Vorbesitzerin auf uns mit den Schlüsseln. Sie erklärte uns noch ein paar Dinge und dann waren wir alleine in unserem Traumhaus
Glücklich waren wir allerdings nicht. Als wir das Haus das letzte Mal sahen war es noch bewohnt. Nun war es vollkommen leer und als wir so durch die Räume gingen, kam uns das Grauen. Es sah schon arg verwohnt, alt und renovierungsbedürftig aus. 
Der Schock sass!








 

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